Da basteln Fachleute im Auftrag von 50 Justizministern und Generalstaatsanwälten von US-Staaten eine vielbeachtete Studie.

Es geht um die wahre Größe des Problems sexueller Belästigung und Gefährdung von Minderjährigen im Web.

Die Antworten der Studie schmecken weder manchen der Auftraggeber, noch dem nach Sensationen lüsternden Teil der Presse: In Wahrheit, konstatiert das 278-Seiten-Papier, sei das Problem gar nicht so groß wie immer wieder behauptet wird. Es werde auch in den Medien aufgeblasen. Und die Möglichkeiten, mit technischen Mitteln – womit neben Altersverifikationssystemen und Filtern auch Regeln und Verbote gemeint sind – gegen das vorzugehen, was man tatsächlich finde, seien sehr begrenzt. Einige der Auftraggeber sind nun unzufrieden und erklärten bereits, sie seien mit den Ergebnissen der Studie nicht einverstanden.

Eigentor, würde ich mal sagen…

Und es hackt wiedermal… Wenn die Studie mal nicht das zutage bringt, was mir schmeckt, erkläre ich mal eben, daß ich “mit den Ergebnissen der Studie nicht einverstanden bin”?!?

Interessant ist auf jeden Fall, daß “Bildung statt Blockaden” gefordert wird.

Aber lasst mich mal meine Kristallkugel auspacken: in Deutschland wird man diese Studie oder die Ergebnisse nicht anerkennen, da hat man eigene “Experten”, die das Thema angemessen und medienaufbereitet übertreiben durch aufwändige Studien den entsprechenden staatlichen und sonstigen Laien vermitteln können.

Unangenehme Wahrheiten von Leuten, die das Internet mal nicht aus den Schlagzeilen sensationsgeiler Medien kennen, sondern aus der Praxis, sind immer unwillkommen. Würde ja irgendwann zeigen, was sich die Medien so alles aus den Fingern saugen…

 Wär aber mal spannend zu sehen, ob sich etwas ändert (außer, daß man eine neue Studie in Auftrag gibt…).

 

(via: Internetmeldungen, Spiegel)