Junge, Junge…
Da haben wir heute doch paar Brombeeren bei Spazierengehen gepflückt - unsere Balkonien-Brombeeren sind ja leider noch nicht so weit.
AUA sog i da mol! Ich bin wohl doch ein Grobmotoriker. Beim Pflücken, trotz schwerster Achtsamkeit und unter versuchtem Im-Auge-Behalten gefährlicher wippender dornenbesetzter Äste, wutschte ein Mutanten-Stengel unverschämterweise aus dem Hinterhalt quer über meinen Rücken und klammerte sich fest.
Im wahrsten Sinne des Wortes. Vielfach-aua…
Trotz sofortiger Notfallmaßnahmen verblieb ein Kamikaze-Dorn unentdeckt an Ort und Stelle und machte sich erst bemerkbar, als wir wieder am Auto waren und den Weg nach Hause antreten (anfahren) wollten. Mein Seufzen, mit dem ich mich in den Sitz fallen ließ, verwandelte sich in unschöne Laute und Worte, die ich der mitlesenden Jugend wegen nicht artikulieren möchte, bis Kirstin, wohl aufgeschreckt durch meine Wortgewalt, erfolgreich den letzten Bösewicht entfernte.
Ich kann mich gerade nicht entscheiden, ob ich Brombeeren essen mag heute.
Ein hinterhältiges Gemüse…
Nachdem anscheinend ein freundlicher Mitbewerber letzte Woche eine gewisse deutsche Organisation auf die Seiten vieler meiner Domains aufmerksam gemacht hat, habe ich mich in letzter Konsequenz schmerzhaft dazu durchgerungen, zuerst mal alles stillzulegen und in den kommenden Wochen und Monaten fast alle meine .de-Domains zu verkaufen oder zu löschen.
Da war ich Doofie doch fast 5 Jahre der Meinung, daß ich da alles korrekt gemacht habe, was Impressum, Jugendschutz und so weiter angeht. Ich wurde unter Zuhilfenahme deutscher Gesetzgebung schnell
- eines besseren belehrt
- überzeugt, daß Gesetze wohl Gesetze heißen, weil sie von alten, gesetzten Herrschaften diktiert werden, die vom realen Leben nicht mehr soooo viel Ahnung haben und
- deutsche Organisationen ausschließlich zum Schutz ausländischer Mitbewerber da sind, da man an die nicht rankommt und daher nur einheimischen Bürgern Steine vor die Füße, “beispielhafte” bzw. ungenaue Hinweise in die Mailbox und massenhaft Schreiben in den heimischen Briefkasten wirft
Wenn ich mir überlege, wieviel Arbeit in meinen Domains gesteckt hat, tut es doch ziemlich weh. Aber letzten Endes ist es eben auch ein Neuanfang und die laufenden (nicht beanstandeten) anderen Projekte halsen mir genug Arbeit auf.
Zumindest habe ich nun eine einigermaßen klare Vorstellung, daß man eigentlich legal fast nichts machen darf auf .de-Domains.
Unklar ist mir nur, daß es immer noch genügend deutsche Internet-Portale gibt, die anscheinend auch “meine” Fehler machen und damit problemlos durchkommen. Das hat aber dann bestimmt damit zu tun, daß deren Scheckbücher dicker sind, oder deren PR(tm) höher oder daß sie über bestimmte Organisationen wohlwollender berichten als ich. Letzten Endes kratzen sie Strafgelder wohl auch weniger als mich.
Also. Weg mit Schmerzen und weitermachen…
Und zuletzt - an den briefeschreibenden Herrn, von dem ich mir ziemlich sicher bin, daß er hier mitliest: Ich weiß, auch Sie tun nur ihren Job. Aber für 1 Seite, die ich nach Jahren ansich sauberer Arbeit wegen kleinlicher und nicht einmal ansatzweise nachvollziehbarer Vorwürfe dicht machen muss, wachsen 10 Seiten von anderen im Netz, die Sie nicht beeinflussen können. Wenn Sie auch nur ansatzweise an ihre Sache glauben, müsste Ihnen das schlaflose Nächte bereiten, sobald Sie mal anfangen, nachzurechnen…
Ich für meinen Teil schlafe gut.