Sachen gibt es, die glaubt man kaum.
Mal eine einfache Annahme:
Der Azubi eines Fotografen macht von mir Passfotos, entwickelt sie mir und gibt mir extra noch eine Foto-CD mit.
Ich verwende diese Fotos für Bewerbungen via Email mit angehängtem Passfoto, zum Verschenken an Bekannte, für Ausweise, für die Geldbörse der Freundin, stelle sie Online auf meine Website…
MOMENT!
Letzteres wird teuer. Glaubst Du nicht? Ist aber so.
Der Pass-Bild-Schütze oder sein Chef hat also das Urheberrecht an meinen Passfotos.
Da frage ich mich letzten Endes eigentlich nur noch, wo mein Persönlichkeitsrecht da bleibt. Bis zu einem gewissen Grad vielleicht noch nachvollziehbar. Aber wenn das so weitergeht, wo kommen wir da hin?
“Sie wollen Passfotos? Natürlich, lieber Kunde, setzen Sie sich doch mal kurz an den Tisch und füllen sie diesen 15-seitigen Vertrag aus. Was, Sie wollen die Bilder auch noch auf Foto-CD? Moment, dann kommt diese 10-seitige Urheberrechtserklärung, diese 10-seitige Unterlassungserklärung…”
“Ich wollte doch nur Passfotos…”
“Ja eben……”
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